Weihnachtskonzert 2008


Fabienne Baumann meisterte souverän ihren Continuo-Part am Cello.
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Bewegende Adventsmusik
250 singende und musizierende Schiller-Gymnasiasten gestalteten in der voll besetzten Dreifaltigkeitskirche ein begeisterndes und bewegendes Advents-und Weihnachtskonzert
Nach einer stimmungsvollen „Intrada“ der von Wolfgang Lehmann geleiteten Bläsergruppe begrüßte Schulleiter Manfred Keller die vielen Hundert Zuhörer. Er betonte die besondere Bedeutung der Musikerziehung am Schiller-Gymnasium und zeigte sich stolz auf die imponierende Fülle großartiger Musikveranstaltungen seiner Musikzug-Schule, die sich über das ganze Jahr erstrecken.
Der Unterstufenchor und das große Orchester sangen und spielten Adventslieder - nicht die gängigen gefälligen Kaufhaus-Melodien, sondern die alten herben Choräle, die die Advent-Hoffnung eindringlich zum Ausdruck bringen, so das im 30-jährigen Krieg entstandene Lied „O Heiland, reiß die Himmel auf“. Berührend sang die 13-jährige Carolin Kiefer als Solistin das Lied „Maria durch ein Dornwald ging“.
Im Vororchester spielen junge Schülerinnen und Schüler, die trotz der vielen G8-Stunden freiwillig die zusätzlichen wöchentlichen Proben mitmachen. Es war eine Freude, ihr engagiertes Musizieren zu erleben mit Sätzen von Georg Friedrich Händel. Das große, sinfonisch besetzte Orchester mit seinem Dirigenten Gerhard Möhringer-Gross demonstrierte sein außerordentliches Niveau mit einer virtuosen Wiedergabe der berühmten „Sinfonia“ aus dem Oratorium „Salomo“ von Georg Friedrich Händel (Oboen-Soli: Constanze Haller und Felix Gorißen) und einer klangvollen, ausgefeilt-souveränen Interpretation des festlich-beschwingten Menuetts aus der Sinfonie Nr.54 des Klassikers Joseph Haydn. Joseph Rheinbergers „Marianische Hymnen“ sang der Unterstufenchor der Fünft-und Sechstklässler des Musikzugs, geleitet von Winfried Oelbe, von der Empore aus. Wieviel unermüdlich geduldige und engagierte Stimmbildungs- und Probenarbeit muß es gekostet haben, dass 80 Kinder so glockenhell, mit frischen und klaren Stimmen eine so anspruchsvolle mehrstimmige Musik singen können!
Nicht minder imponierend der von Jens Weber geleitete Mittelstufenchor. Einen Mittelstufenchor zu leiten ist wahrlich keine leichte Aufgabe, schließlich hat man es in dieser Altersgruppe mit Stimmbruch und Pubertät zu tun. Umso erstaunlicher, dass der Mittelstufenchor des „Schiller“ seine dreistimmigen deutsch-lateinischen Weihnachtsliedersätze keineswegs pubertär-verschämt, sondern frei (auswendig!), mit Mut zu klangvollem Singen vortrug.
Höhepunkt war schließlich die von Wilfried Oelbe dirigierte erste Kantate aus Johann Sebastian Bachs weltberühmtem „Weihnachtsoratorium“ mit dem imponierend konzentrierten Oberstufenchor, dem glänzend vorbereiteten großen Orchester und hervorragenden Solisten: der erst 16-jährigen Schülerin Natalie Kiefer (Alt), die mit ihrem klang- und ausdrucksvollen Gesang ihren professionellen männlichen Kollegen ebenbürtig war, dem ehemaligen Schiller- Schüler Frank Halley (Tenor) und Matthias Schadock (Bass). Besonderes Lob gebührt auch der souveränen Continuo-Cellistin Fabienne Baumann und dem makellos blasenden Solo-Trompeter Tobias Schlesinger. Nach den von allen drei Chören, den beiden Orchestern und allen Zuhörern gemeinsam gesungenen und gespielten Liedern „Macht hoch die Tür“ und „Es ist ein Ros entsprungen“ standing ovations. So erhebend schön kann Schule sein!