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(Foto: Marx)

   

Natalie Kiefer hat Erfolg als Sängerin

 

 


Junge Frau aus Elgerweier fällt mit ihren Interpretationen bei Klassik und Musical-Melodien auf

Natalie Kiefer ist gerade mal 16 Jahre jung. Doch bei ihrem Gesang beweist sie Reife und ist dafür auch schon ausgezeichnet worden.

26.02.2009 - Offenburg-Elgersweier. Beim Neujahrskonzert des Musikvereins Schutterwald fiel sie auf: Da sang die 16-Jährige mit einem glockenhellen Sopran das berühmte Motiv aus dem »Zauberer von Oz«. Bei »Over the rainbow« überraschte die Zuhörer der Zauber einer starken und zugleich feinen Stimme eines, na, ja, Teenies: Natalie Kiefer.
Wie kommt ein Mädchen von 16 Jahren dazu, sich dieser Art von Musik zu verschreiben? Die Meisten ihres Alters stehen doch auf Pop. Und wenn sie denn singen, hoffen sie, dass das Auge eines berüchtigten Talentesuchers auf sie fällt. Natalie Kiefer lächelt, natürlich kennt sie diese Fernseh-Serien, »und manche von denen, die da auftreten, haben ja auch eine gute Stimme«, findet sie.
Für sie ist es nicht ungewöhnlich, Konzert-Literatur aus Klassik oder Musical anzugehen. Das liegt bei Kiefers in der Familie. Papa Erich Kiefer ist Dirigent beim Musikverein Schutterwald. Bruder Dominik (21) gefragter Organist und Chorleiter. Die kleine Schwes-
ter Karolin (12) übt Klavier, Querflöte und Gesang.
Ganz eindeutig sprechen hier die musikalischen Gene. Doch Talent ist eine Sache, Fleiß, Engagement und ein gutes Umfeld eine andere. Diese »Zutaten« gehören zum Erfolg, das weiß man auch im Hause Kiefer.
Musikalische Familie
Natalie macht nicht viel Aufhebens um ihre Begabung. Sie lacht die Mama an, die mit am Tisch sitzt

 

»Wir haben unseren drei Kindern die gleichen Voraussetzungen ermöglicht, waren aber nicht so streng.« Alle haben mit der musikalischen Früherziehung der Musikschule begonnen.
Im Alltag sieht das bei Kiefers so aus, dass die Kinder aus freien Stücken üben. Das schwarze Klavier steht im Wohnzimmer, es wird täglich benutzt. Natalie hat mit dem Üben noch eins draufgelegt. Seit einigen Monaten fährt sie alle zwei Wochen nach Karlsruhe. Dort hat sie die Privatdozentin Pamela Hamblin unter die Fittiche genommen. Einsingen, Lockerungsübungen und Gesangsliteratur erarbeiten sei angesagt, beschreibt es Natalie. »Doch nachher ein bisschen shoppen«, lacht die Mutter, »das macht unsere Natalie auch ganz gerne«.
Die Schiller-Schülerin ist ein umkompliziertes junges Mädchen und trotz der immer häufiger werdenden Erfolge bei Konzerten oder Wettbewerben ziemlich bodenständig geblieben. Die Freundesclique ist ihr wichtig, »da gibt es schon mal eine Party bei uns daheim. Ich koche auch ganz gerne«, lacht sie. Auszeichnungen gab es auch schon: Bei »Jugend musiziert« hat sie schon früh erste Preise eingeheimst.
Ein bisschen aufregend ist das Singn allerdings schon. Nervös, wenn da 900 Leute im Publikum sitzen? »Ja, doch«, ist sie ehrlich. Vor dem Auftritt gehe sie noch einmal die Partitur im Kopf durch, ein Glas Tee oder Wasser dazu und dann gehts raus. Die Anspannung löse sich beim Singen.
Schon freut sich auf die nächste Herausforderung. Natalie hat die Zusage für ein Schnupperpraktikum am Institut für »Musik Theater« der Hochschule für Musik in Karlsruhe erhalten. Wohnen kann sie bei ihrem Bruder Dominik. Der studiert dort Elektro- und Informationstechnik Er möchte die Musik nicht zum Haupt-beruf machen.
»Ich könnte mir später schon etwas mit Musik vorstellen«, meint Natalie dagegen.