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Der ABiGang 2009



Fünfmal Abitur mit 1,0 - von links nach rechts Lars Vogt, Lukas Hensel, Berenike Ladwig, Elsa Ortlieb und Jan-Frederic Conrad

Als am Samstag kurz vor Mitternacht ein wunderschönes Feuerwerk die Abiturientinnen und Abiturienten des Schiller-Gymnasiums und alle Mitfeiernden vor die Mörburghalle in Schutterwald lockte, lag eine stimmungsvolle Feier hinter ihnen, die manche auch nach dem Feuerwerk noch weiter ausdehnten.

Der offizielle Teil der Feier begann mit Musik von vier Abiturienten, die auch im weiteren Programm Akzente setzten: Philipp Cassella, Ruben Herrmann, Raphael Lott und Oskar Peter traten zum ersten Mal in dieser Zusammenstellung auf. Was sie boten, war viel mehr als jazzige Hintergrundmusik, auch wenn sie an diesem Abend der vielen Gespräche wegen nicht immer die gebührende Aufmerksamkeit bekamen.

Schulleiter Manfred Keller rief die Abiturientinnen und Abiturienten in seiner Rede zum Mut angesichts der nächsten Zukunft auf: Nicht alle wüssten schon, was die nächsten Wochen und Monate für sie bringen würden, viele wollten erst einmal das eine oder andere ausprobieren. Experimentierfreude, so Keller, sei durchaus am Platz – sei aber nicht mit ziellosem Nichtstun und Abwarten zu verwechseln. Der Schulleiter erinnerte an den Goetheschen „Faust“: Auch dessen Feind sei das Faulenzen gewesen.

Die Scheffelpreisträgerin Berenike Ladwig zitierte ebenfalls Goethe, schlug dann aber auch den Bogen zu Sabine Jörgs Kinderbuch „Der Ernst des Lebens“, der sich für die Heldin als ein netter Junge entpuppt, neben dem sie in der Schule sitzt. Getreu dem diesjährigen Abi-Motto „Unser ABiGang – Schillers Drama hat ein Ende“ verglich Berenike Ladwig die Grundschulzeit mit der Exposition des Dramas. Die Steigerung des zweiten Aktes sei mit dem Eintritt ins Gymnasium gleichzusetzen, bis hin zur Zuspitzung in den letzten beiden Jahren, die nun im Höhepunkt des Abiturs gipfelten, für alle am Ende ein Drama mit glücklicher Lösung. Welche Bühne sie nun alle betreten würden, könne man nicht wissen, aber sie alle hätten gelernt, dass man mit Eigennutz nicht weiterkomme, dass es aber sehr wohl gelte, sich Individualität zu bewahren: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ – diese Aufforderung Immanuel Kant tauge als Lebensmotto.

107 Abiturientinnen und Abiturienten bekamen an diesem Abend ihre Abiturzeugnisse überreicht, zahlreiche wurden außerdem mit Preisen für ihr Engagement in Chor, Orchester und Big Band sowie beim Volleyball und den Schulsanitätern bedacht. Für aktive Mitarbeit in der SMV wurde Elisa Bolognini und Lukas Hensel gedankt.

Daneben konnte Schulleiter Keller folgende Leistungs- und Fachpreise vergeben: Einen Preis für den Abiturdurchschnitt 1,5 und besser erhielten Albert Bohn, Elke Herrmann, Ruben Herrmann, Corinna Kartmann, Lena Kiefer, Hannes Lehmann, Regina Leible, Amelie Marz, Tabea Ritter, Niklas Schöll, Heike Schumacher, Carmen Stehle, David Wellmann sowie, alle fünf mit einer glatten 1,0, Jan-Frederic Conrad, Lukas Hensel, Berenike Ladwig, Elsa Ortlieb und Lars Vogt.

Außerdem ehrte der Schulleiter folgende Schülerinnen und Schüler mit Fachpreisen: Albert Bohn erhielt eine Urkunde über die Mitgliedschaft in der Deutschen physikalischen Gesellschaft, Ruben Herrmann den Fachpreis Musik, Berenike Ladwig neben dem Scheffel-Preis die Schnabel-Medaille für das Fach Geschichte sowie Fachpreise in Musik und Englisch, Elsa Ortlieb ebenfalls einen Fachpreis in Musik und die Schnabel-Medaille. Den Biologie-Fachpreis bekam Lena Kiefer, den Preis der Stadt Lons für besondere Leistungen in Französisch Teresa Blust. Für besondere Leistungen in Bildender Kunst wurde Simon Ketteniß geehrt, Regina Leible für die besten Leistungen in Gemeinschaftskunde. Fachpreise in Chemie, Spanisch, Mathematik (Volksbank-Preis) sowie den Ferry-Porsche-Preis für besondere Leistungen in Mathematik und Physik, außerdem den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft erhielt Lars Vogt. Die Maul-Medaille für die besten Leistungen im Fach Sport ging an Fabian Popp. Über die Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft freut sich außerdem Lukas Hensel, den dieses Jahr erstmals vergebenen Hubert Burda Medien-Preis bekam Christian Voigt.

(Birgit Seitz)