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Schulleiter Keller (r.) mit den Jahrgangsbesten (von links): Johannes Herrmann, Christian Feuerbacher, Benedikt Huber, Judith Lucas, Lydia Beck, Timo Hilleke, Theresa Leible, Luisa Allgaier und Carolina Rauch). Foto: Schule

Gelernt, mit der Komplexität der Welt umzugehen

Rund 120 Abiturienten des Schiller-Gymnasiums feiern den Abschied von der Schulzeit / Preise für Engagement und tolle Leistungen.

 

OFFENBURG. "Lasst uns mutig sein!" rief Scheffel-Preisträger Timo Hilleke seinen Jahrgangskolleginnen und –kollegen zum Abschluss seiner Rede bei der offiziellen Abiturfeier des Schiller-Gymnasiums am Samstag in Altenheim zu. Es beginne eine neue Reise ins Leben, in der nun sie selbst entscheiden könnten, was für ein Leben sie führen wollten. Es sei wichtig, die über die Schulzeit hinweg verloren gegangene Begeisterung und Freude am Lernen, wie sie kleine Kinder hätten, die sich für einfach alles interessierten, wieder zu finden und sich die Begeisterung zu erhalten. Dabei werde das nach Reisen durch die Erd- und Menschheitsgeschichte, durch den menschlichen Körper und andere Sprachen in der Schulzeit erweiterte Weltbild helfen, das man als Geschenk betrachten könne.

Eine ähnliche Richtung hatte zuvor Schulleiter Manfred Keller bei seiner Rede eingeschlagen: Die Abiturientinnen und Abiturientinnen hätten als zukünftige Akademiker die Verantwortung, anderen bei der Welterklärung zu helfen. Zwar hätten sie vielleicht nicht so viele Fakten gelernt wie manche frühere Schülergenerationen, aber sie hätten gelernt, mit der Komplexität der Welt umzugehen – im Übrigen seien die Schülerinnen und Schüler von heute nicht schlechter als ihre Vorgänger, die vor einigen Jahrzehnten Abitur gemacht hätten, Schule und Abitur seien aber ganz anders als vor fünfzig Jahren, auch die Gesellschaft sei eine ganz andere, viel pluralistischere. Keller mahnte die Abiturientinnen und Abiturienten, sich angesichts des immer unübersichtlicheren Wissens nicht von der Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten leiten zu lassen: "Habt keine Angst vor Schwierigkeiten, entwickelt Neugier und macht einen Bauplan von schwierigen Dingen, nachdem ihr sie euch genau angesehen habt." Und: Man solle sich nicht entmündigen und von eigener Kreativität abbringen lassen.

 

Die eigene Kreativität zeigte der Jahrgang durch die ganze, selbst organisierte Feier hindurch: Witzige Programmpunkte, mit denen die Neu-Ehemaligen auch ihren Lehrerinnen und Lehrern dankten, und vor allem viel Musik mit einer glänzend aufgelegten Abi-Band am Schluss machten Stimmung.

Mehr als 120 Abiturientinnen und Abiturienten bekamen an diesem Abend ihre Abiturzeugnisse überreicht, zahlreiche wurden außerdem mit Preisen geehrt. Neu war dabei der von der Schule erstmals vergebene "Sozialpreis" für langjährigen Einsatz für die Schulgemeinschaft. Gleich fünf Schülerinnen und Schüler hatten preiswürdigen Einsatz gezeigt: Janina Buß und Vera Braunstein hatten sich jahrelang und – keine Selbstverständlichkeit – bis zum Schluss in der SMV engagiert, Raphael Beil, Dennis Wißmann und Lars Zitterbart bei den Schulsanitätern.
Daneben konnte Schulleiter Keller folgende Leistungs- und Fachpreise vergeben: Einen Preis für den Abiturdurchschnitt 1,3 und besser erhielten Carolina Rauch, Luisa Allgaier, Theresa Leible, Timo Hilleke, Lydia Beck, Judith Lucas, Benedikt Huber, Christian Feuerbacher und Johannes Herrmann.

Außerdem ehrte der Schulleiter folgende Schülerinnen und Schüler mit Fachpreisen: Theresa Leible erhielt den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft – eine Urkunde über die Mitgliedschaft in der gleichen Gesellschaft erhielten außerdem Stefan Wunsch, Lydia Beck und Katharina Schulz. Stefan Wunsch bekam überdies den Ferry-Porsche-Preis für Mathematik und Physik. Der Preis der Volksbank Offenburg für besondere Leistungen in Mathematik ging an Luisa Allgaier. Constanze Haller erhielt den Fachpreis Musik, Timo Hilleke den Scheffel-Preis. Die Schnabel-Medaille für das Fach Geschichte bekam Christian Feuerbacher, den Preis für die beste Leistung in Gemeinschaftskunde Lorenz Wieshammer. Für die besten Leistungen in den Fremdsprachen wurden Mareike Vogt (Englisch), Vera Braunstein (Spanisch) und Olivia Kühne (Preis der französischen Partnerstadt Lons) geehrt. Den Biologie-Fachpreis bekam Johannes Herrman, die beste Leistung in Chemie wurde Vanessa Trauschke bescheinigt. Die Maul-Medaille für das Fach Sport ging an Johannes Einstein.  

 

Birgit Seitz



der Abijahrgang 2012 (Foto: OT)