Das Jahr der Mathematik
Wozu treiben wir Mathematik?
Warum quälen wir Generationen von Schülern mit Formeln und Theoremen, die sie in ihrem Leben womöglich nie wieder brauchen werden? [...]
Erstens: Mathematik ist eine unglaublich nützliche
Wissenschaft. Ohne sie könnten wir weder Häuser noch Flugzeuge bauen, noch unseren Internet-Datenverkehr vor Lauschern schützen.
Zweitens: Mathematik ist eine unglaublich schöne, faszinierende Beschäftigung. In ihren abstrakten Welten finden wir wundersame Objekte, tiefe Geheimnisse und jede Menge Magie. [...]
Drittens: Vergessen Sie Antwort eins! Das wirklich Interessante ist die Mathematik selbst. Archimedes war zwar ein großer Erfinder, was ihn jedoch wirklich bewegte, war die reine Mathematik. Auf seinen Grabstein ließ er sich nicht etwa eine seiner berühmten Erfindungen meißeln - sondern ein geometrisches Diagramm. Wahrscheinlich dachte er nicht an den praktischen Nutzen, als er seine Kreise und Parabeln in den Sand von Sykarus zeichnete. Dennoch haben fast alle Formeln und Theoreme, die er entdeckte, auch praktische Anwendungen -- man denke nur an seine Bestimmung der Zahl Pi, ohne die heute entweder Physik noch Ingeneurwissenschaften denkbar wären. [...]
(Vašek, T.: Editorial. In: Sprado, H.(Hg.): P.M., Peter Moosleitners Magazin. München: Gruner + Jahr, 2008, H.1, S.3.)
Neben der Mathematik als Basis technischer Entwicklung und aller Naturwissenschaften ist es die Faszination an der Mathematik an sich, die uns bewegt. In diesem Sinne wünschen wir allen ein inspiriertes Jahr der Mathematik!