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Religionsunterricht am Schiller-GymnasiumMit Kopf, Herz und Hand dabei - Förderung der Kompetenzen
Mit Kopf...
Kopf steht für einen sachgerechten, an den Lehrplaninhalten orientierten Unterricht (Fachkompetenz): Natürlich werden auch im Religionsunterricht Inhalte vermittelt und gelernt. Denn ohne eine vertiefte Kenntnis der christlichen Religion gibt es auch kein Verständnis unserer Kultur, unserer Geschichte, unserer Werte und Normen. Dass dabei unterschiedliche Methoden, Textarbeit, Gruppenarbeit, Bildbetrachtung etc. eine große Rolle spielen (Methodenkompetenz), versteht sich von selbst. In mehreren Fachkonferenzen reflektieren die Religionslehrerinnen und Religionslehrer ihren Unterricht, suchen ökumenische Berührungspunkte und Möglichkeiten der gegenseitigen Unterstützung und Fortbildung. Der jährliche Bibeltag in der Klassenstufe 5, im Schuljahr 2008/2009 zum Thema Paulus am 18. März 2009, ist z.B. ein Ergebnis dieser Bemühungen. In diesem Kontext ist auch die seit dem Schuljahr 2005/2006 praktizierte Form der konfessionellen Kooperation in Klasse 5 und 6 zu verstehen. Dieser Religionsunterricht zielt darauf, ein vertieftes Bewusstsein der eigenen Konfession zu schaffen, die ökumenische Offenheit der Kirchen erfahrbar zu machen und den Schülerinnen und Schülern beider Konfessionen die authentische Begegnung mit der anderen Konfession zu ermöglichen In der Praxis sieht das so aus, dass die ganze Klasse in Klasse 5 vom katholischen Religionslehrer und in Klasse 6 vom evangelischen Religionslehrer unterrichtet wird, bzw. umgekehrt. Voraussetzung ist der einstimmige Beschluss der Fachkonferenz, die Vorlage eines auf die Standardpläne abgestimmten Jahresplanes, die Fortbildung der Religionslehrer und die Genehmigung der kirchlichen Aufsichtsbehörden.
Mit Herz...Die große Chance des Religionsunterrichts ist es, die Herzen der Schülerinnen und Schüler anzusprechen. Dies geschieht einerseits in jenen Religionsstunden, in denen sich Zeit ergibt, über die konkreten vor allem persönlichen Fragen der Schülerinnen und Schüler nachzudenken. Andererseits geschieht dies in den zahlreichen Gottesdiensten, die auch im laufenden Schuljahr gefeiert wurden bzw. werden (religiöse Kompetenz). Neben den ökumenischen Gottesdiensten für alle Klassenstufen nach den großen Ferien, vor den Weihnachtsferien und zum Schuljahresende, seien hier auch jene ökumenischen Gottesdienste genannt, die mit Klassenstufen gefeiert wurden. Vor Ostern findet ein Gottesdienst für die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe statt, vor den Pfingstferien feiern wir einen Gottesdienst mit den Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe. Für die Schülerinnen und Schüler des gegenwärtigen Abiturjahrganges findet im Gemeindezentrum der Pfarrgemeinde Dreifaltigkeit (Am Feuerbach) eine Woche vor dem mündlichen Abitur um 18.30 Uhr ein Abschlussgottesdienst statt. Selbstverständlich sind immer auch Kolleginnen und Kollegen, sowie Eltern der Schülerinnen und Schüler eingeladen.
Mit Hand...
Die Hand wird vor allem im handlungsorientierten Unterricht aktiviert . So stehen verschiedene Exkursionen (z.B.: Struthof), Kirchenerkundungen, Museumsbesuche (z.B.: Judaica), Informationen im Weltladen und handlungsorientierte Projekte regelmäßig auf dem Jahresplan. Seit Jahren schon unterstützt die Fachschaft Religion ein soziales Projekt und sucht auch bei den anderen am Schulleben Beteiligten Koalitionspartner (personale und soziale Kompetenz). Das Mädchenhaus auf Mindanao/Philippinen der Kasanag Daughter Foundation (KDF) wird seit 1999 als soziales Projekt ideell und finanziell unterstützt. Inzwischen arbeiten fünf Psychologen in Teilzeit, ein Sozialarbeiter, ein Arzt, ein Zahnarzt und ein Rechtsanwalt. In den zwei Häusern der KDF leben heute 32 Mädchen, die Opfer unterschiedlichster, vor allem sexueller Gewalt wurden. Für die Mädchen ist unser Engagement ganz gewiss ein Lichtzeichen in ein oft dunkles Leben. Für die Schülerinnen und Schüler, für uns Kolleginnen/Kollegen ist dies eine konkrete Möglichkeit, nicht nur über soziale Gerechtigkeit zu sprechen, sondern sie in die Tat umzusetzen. Nicht jedes Jahr kommen dabei große Beträge heraus (wie z. B. das von der Fachschaft Religion organisierte Schulfest im Jahr 2000, durch den sponsered walk 2001 und 2006 durch die Aktion SAT 1), mit denen gleich ein weiteres Haus oder ein weitere Sozialarbeiter auf den Philippinen angestellt werden kann – dennoch: auch kleine Hilfen sind wichtige Hilfen. Deshalb wollen wir auf diesem Weg weiter mithelfen, jungen Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen.
Weitere Informationen zu unserem Schulprofil im Fach Religion finden sie hier (PDF).
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