Weihnachtskonzert
Alle Photos von Uwe Pflüger.
Text: Marese Eickeler
Wir sagen euch an den Advent. Die dritte Kerze brannte schon, als sich am Samstag, den 10. Dezember die Schiller-Gemeinde zu alljährlichen Advents- und Weihnachtssingen in der Dreifaltigkeitskirche traf.
In seiner Begrüßungsansprache nannte Schulleiter Manfred Keller die Gründe, die viele der Besucher immer wieder zum Konzert des Schillergymnasiums locken: die Vorfreude auf Weihnachten, die einkehrende Ruhe, das Zusammensein der Schiller-Familie und der zu erwartende Genuss. Das zweistündige Programm mit über 250 Mitwirkenden bot von allem etwas und wurde dieser Erwartung voll gerecht.
Wie immer wurde das Konzert mit einer Bläser Intrada von Wolfgang Lehmann eröffnet, bevor der Unterstufenchor mit Marie-Claire Hoferer als Solistin bekannte Adventlieder anstimmte. Mitsingen war fürs Publikum da Ehrensache. Anschließend zeigten die 5. und 6.Klässler noch, dass sie auch schwierige Chorsätze beherrschten, wobei “This little Babe“ von Benjamin Britten besonders schwungvoll und altersgemäß daherkam.
Auf der modernen Schiene bewegt sich der Mittelstufenchor unter Andreas Kleis, der jazzige und poppige Töne in den Altarraum brachte, untermalt von Baby-Geschrei vom Tonband.
Das Orchester war dieses Mal – außer wenn es die Chöre begleitete - in ein Streichorchester und ein Blasorchester aufgeteilt worden. Die Orchesterleiterin Daniela von Zastrow setzte auf die stark besetzten dunkeln Streichinstrumente, die bei der alterümlich-höfisch angehauchten Aria di Corte aus der Suite 3 von Ottorino Respighi den Ton angaben, auch die folgende Italiana bewegt sich im höfischen Bereich.
Ganz anders das Blasorchester unter Jens Weber, das „An Englisch Christmas“ von Philipp Sparke zum Klingen brachte und dabei den typischen britischen Brassband-Sound mit allseits bekannten englischen Christmas Carols („O Come All Ye Faithful“) pompös verband.
Nach einer Solistendarbietung ( „Himmel und Erde vergehen“ von Heinrich Schütz) von der Empore mit Niklas Weckerle, Maximilian Wüstenberg, Rafael Ecker (Gesang) und Winfried Oelbe and der Orgel tauchte der Oberstufenchor mit Antonio Vivaldis „Gloria in D“ in das Zeitalter des Barock ein. Massive Chorsätze wechselten mit Alt- und Sopranpartien die von einzelnen Instrumenten und einem „Favoritchor“ begleitet wurden. Die einzelnen Teile hatten ganz unterschiedlichen Charakter, was auch von den verschiedenen Stimmfärbungen der Solistinnen und der jeweiligen Instrumentalbesetzung herrührte. Besonders beim Domine Deus mit Natalie Kiefer (Sopran), Felix Gorißen (Oboe) und Johannes Fünfgeld (Cello) und David Kiefer (Orgel) war der Weihnachtsfrieden zum Greifen nahe.
Jessica Milke, Lena Amberger (Sopran), Nina Detz, Lena Bremberger (Alt) Raphael Höll, Alena Mathis, Tabea Kohlund, Ann-Sophier Wienke, (Violine), Jana Metasch, Johanna Steiner-Stark (Viola), Fabienne Baumann, Benedikt Eckert, Adrian Kohlund (Violoncello) waren die weiteren Solisten in diesem Werk, das Winfried Oelbe dirigierte.
Nach einem verdienten Applaus endete das Konzert mit zwei von allen Anwesenden gemeinsam gesungenen Weihnachtsliedern. Weihnachten kann kommen.