Am Montag, 14., und Dienstag, 15. September 2026, fallen die Busse der SWEG wegen eines Warnstreiks voraussichtlich weitgehend aus, auch die Offenburger Stadtbusse und die Schulbusse. Einen Ersatzverkehr gibt es nicht, die Züge sind nicht betroffen.

Bitte den Schulweg für beide Tage vorher klären: zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Zug oder in Fahrgemeinschaften. Der erste Schultag und die Begrüßung der neuen Klassen 5 am Dienstag um 8:00 Uhr finden wie geplant statt. Wer trotzdem nicht oder nur verspätet zur Schule kommen kann, gilt als entschuldigt, wenn die Schule sofort informiert wird, am besten über das Online-Formular Absenzmeldung auf unserer Homepage.

Welche Busse fallen aus?

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der SWEG Bus GmbH für beide Tage zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. In der Ortenau betrifft das die Standorte Offenburg, Schutterwald, Kehl und Lahr, also die Offenburger Stadtbusse sowie die Regional- und Schulbusse der SWEG. Nach Angaben der SWEG entfällt der Schulbusverkehr an beiden Tagen voraussichtlich vollständig. Eine Ersatzbeförderung kann das Unternehmen nicht anbieten.

Nicht zum Streik aufgerufen sind die Züge, auch die der SWEG, und die Busse anderer Verkehrsunternehmen. Planmäßig fahren nach Angaben der SWEG außerdem die Busse ihrer Tochterfirmen in Schwetzingen, Rheinmünster, Pforzheim, Karlsruhe und Tübingen sowie der NVW Nahverkehr Mittelbaden Walz GmbH.

Wichtig für die Planung: Laut SWEG sind Fahrplan-Apps, Internetseiten und die Anzeigen an den Haltestellen während des Streiks nicht verlässlich, weil auch die Beschäftigten der Leitstellen streiken. Am sichersten ist es, an beiden Tagen ganz ohne SWEG-Busse zu planen. Fragen zu einzelnen Linien beantwortet die SWEG-Servicezentrale unter 07821 9960770 oder info@sweg.de.

Was gilt für den Schulbesuch?

Die Schule findet an beiden Tagen wie geplant statt. Am Montag beginnt der erste Schultag um 8:15 Uhr mit dem Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche, den ganzen Ablauf beschreibt der Beitrag Erster Schultag 2026/27. Die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler werden am Dienstag um 8:00 Uhr im Schillersaal begrüßt.

Die Schulpflicht gilt auch an Streiktagen. Nach den Regeln des Kultusministeriums dürfen Schülerinnen und Schüler, die wegen des Streiks nicht zur Schule kommen können und keine andere Fahrmöglichkeit haben, ausnahmsweise zu Hause bleiben. Sie gelten dann für diesen Tag als entschuldigt (§ 2 Absatz 1 der Schulbesuchsverordnung). Das gilt auch, wenn jemand wegen des Streiks nur verspätet ankommt.

Dafür muss die Schule sofort informiert werden, am besten vor Unterrichtsbeginn über das Online-Formular Absenzmeldung auf unserer Homepage. Im Feld „Bemerkungen“ genügt das Stichwort „Busstreik“. Wer das Formular nicht nutzen kann, schreibt eine E-Mail an poststelle@schiller-gym.og.schule.bwl.de.

Bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern meldet eine erziehungsberechtigte Person, Volljährige melden sich selbst.

Tipps für den Schulweg

  • Vom Bahnhof zu Fuß: Wer mit dem Zug nach Offenburg kommt, ist vom Bahnhof in etwa zehn Minuten zu Fuß an der Schule, am Montag ebenso schnell an der Dreifaltigkeitskirche.
  • Fahrgemeinschaften: Familien aus derselben Klasse oder demselben Ort können sich absprechen und die Kinder gemeinsam bringen.
  • Mehr Zeit einplanen: An Streiktagen sind mehr Autos und Fahrräder unterwegs als sonst.
  • Kosten: Selbst organisierte Fahrten, etwa mit dem Taxi, werden nicht erstattet, auch nicht über die Mobilitätsgarantie des Tarifverbunds Ortenau (TGO).

Warum wird gestreikt?

Der Streik zum Schulstart ist für viele Familien eine Belastung. Dahinter stehen aber Anliegen der Busfahrerinnen und Busfahrer, die unsere Schülerinnen und Schüler sonst jeden Tag zur Schule bringen. Verdi nennt zwei Gründe:

  • Lohn: Der Tarifvertrag, nach dem die Fahrerinnen und Fahrer der SWEG bezahlt werden, ist Ende August ausgelaufen. Verdi fordert 6,5 Prozent mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Arbeitgeberverband bietet nach Angaben von Verdi eine Einmalzahlung von 270 Euro sowie 2,8 Prozent mehr ab Dezember 2026 und weitere 2,2 Prozent ab Januar 2028, bei 28 Monaten Laufzeit, und verlangt zugleich Verschlechterungen, etwa beim Kündigungsschutz.
  • Sichere Arbeitsplätze: Buslinien werden regelmäßig neu ausgeschrieben. Verdi befürchtet, dass Fahrerinnen und Fahrer dabei gekündigt werden und in neuen SWEG-Firmen zu schlechteren Bedingungen neu anfangen müssen, teils nach Jahrzehnten am Steuer. Betroffen seien rund 500 Beschäftigte, auch in Offenburg und Lahr. Verdi fordert deshalb einen Tarif-Sozialplan mit Abfindungen und Geld für Weiterbildung.

Die SWEG sieht das anders: Die Lohnverhandlungen führe der Arbeitgeberverband, nicht die SWEG selbst, und dessen Angebot sei mehr als verhandlungsfähig. Die Folgen der Ausschreibungen regle sie mit den Betriebsräten, in den derzeit betroffenen Betrieben liefen bereits Sozialplanverhandlungen. Betroffen seien perspektivisch rund 100 Fahrerinnen und Fahrer, nicht 500. Den Streik hält die SWEG für unverhältnismäßig, gerade zum Schulbeginn.

Verdi hat den Streik nach eigenen Angaben früh angekündigt, damit Familien Zeit zum Planen haben, und würde ihn absagen, wenn die SWEG kurzfristig auf die Gewerkschaft zugeht. Ob das geschieht, ist offen.

Quellen

Stand: 13. September 2026. Kurzfristige Änderungen sind möglich.

Titelbild: Stadtbus Offenburg der Linie S2, Foto: Kevin.B, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0, Ausschnitt.