Am 21. Juli 2026 hat die Klima-AG des Schiller-Gymnasiums einen selbst ausgerüsteten Wetterballon in die Stratosphäre geschickt und damit das alte Schulprojekt „Schiller in Space“ wiederbelebt, diesmal als Version 2.0.

Vom Startplatz auf der Drachenwiese in Offenburg stieg der Ballon in gut zwei Stunden auf 38.441 Meter, mehr als dreimal so hoch wie ein Verkehrsflugzeug fliegt. Dort, am Rand der Stratosphäre, dehnte sich die Hülle auf über zwölf Meter Durchmesser aus und platzte. An einem Fallschirm ging es zurück zur Erde, die ersten Kilometer mit über 400 Kilometern pro Stunde, bis die dichtere Luft den Fall abbremste.

Besonders spannend war der Weg. Gestartet in Offenburg, trieben die Höhenwinde den Ballon erst nach Osten und dann über den Rhein wieder zurück nach Westen. Gelandet ist er schließlich bei Herbsheim im Elsass, keine 30 Kilometer Luftlinie vom Start entfernt, aber mit 111 Kilometern zurückgelegter Strecke. Weil die Schülerinnen und Schüler den Ballon die ganze Zeit per Funk verfolgten, konnten sie ihn metergenau orten und einsammeln.
An Bord war eine selbst gebaute Sensorbox, die während des Flugs Temperatur, CO₂, Feinstaub und UV-Strahlung maß, dazu eine Kamera und eine Wettersonde, die vor Jahren bereits vom Deutschen Wetterdienst geflogen wurde und von der AG für diesen Flug neu programmiert worden ist. Unterstützt wurde das Projekt vom Makerspace der Schule, vom Funkamateur Franz Boschert (DK8GO) und finanziell vom Förderverein des Schiller-Gymnasiums.

Den ganzen Flug im Zeitraffer zeigt das Video der Klima-AG. Wer tiefer einsteigen möchte, findet auf der Auswertungsseite die komplette Flugbahn in 3D, die Bordkamera und alle Messdaten zum Nachschauen.
Ein Projekt der Klima-AG des Schiller-Gymnasiums Offenburg, mit Unterstützung des Makerspace, des Funkamateurs Franz Boschert (DK8GO) und des Fördervereins des Schiller-Gymnasiums.