Als Team des Schiller-Gymnasiums Offenburg hatten wir die große Ehre, Baden-Württemberg beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ im Volleyball der Altersklasse U16 in Berlin zu vertreten. Mit Vorfreude, Teamgeist und sportlichem Ehrgeiz machten wir uns auf den Weg in die Hauptstadt, um uns mit den besten Schulmannschaften Deutschlands zu messen.

Anreise und erste Eindrücke

Am Dienstag reisten wir mit der Bahn nach Berlin. Nach der Akkreditierung am Berliner Hauptbahnhof nutzten wir die Gelegenheit, erste Eindrücke zu sammeln; Aktionen, Gewinnspiele und Angebote der Partner sorgten für einen gelungenen Start. Anschließend ging es zu unserer Unterkunft nach Berlin-Lichtenberg. Am Abend erkundeten wir zu Fuß die Innenstadt. Ein Spaziergang entlang der Spree, mit den Highlights Museumsinsel, Regierungsviertel, Reichstag und Brandenburger Tor, rundete den Tag ab und stärkte das Gemeinschaftsgefühl im Team.

Die Vorrunde

Der Mittwoch begann ruhig, bevor wir zur Wettkampfstätte, der Fritz-Reuter-Oberschule in Hohenschönhausen, aufbrachen. In der Vorrunde standen drei Spiele an:

  • 2:1-Sieg gegen das Giebichenstein-Gymnasium Halle
  • 0:2-Niederlage gegen das Pascal-Gymnasium Münster
  • 2:1-Sieg gegen das Immanuel-Kant-Gymnasium Leipzig

Mit zwei Siegen aus drei Spielen zeigten wir eine starke Leistung. Dennoch reichte es aufgrund des Satzverhältnisses nur für den dritten Platz in der Gruppe.

Spannung bis in den Tiebreak

Im anschließenden Qualifikationsspiel für das Viertelfinale trafen wir auf das Sport- und Leistungszentrum Berlin. In einem intensiven und hochklassigen Spiel mussten wir uns im Tiebreak knapp mit 1:2 geschlagen geben. Trotz der Niederlage war die Mannschaftsleistung beeindruckend: Sowohl auf als auch neben dem Feld überzeugten wir durch Einsatz und Zusammenhalt.

Am Donnerstag starteten wir mit einem souveränen 2:0-Sieg gegen die Oberschule an der Ronzelenstraße aus Bremen erfolgreich in den zweiten Spieltag. Im abschließenden Spiel um Platz 9 trafen wir auf das Gymnasium Süderelbe aus Hamburg. In einem ausgeglichenen Spiel mussten wir uns ebenfalls im Tiebreak mit 1:2 geschlagen geben, sodass wir das Turnier auf dem 10. Platz beendeten.

Auch wenn wir uns sportlich mehr erhofft hatten, können wir auf unsere Leistung überaus stolz sein und dürfen uns als „Top 10 der deutschen U16-Volleyball-Mädchen-Teams“ bezeichnen. Bei der Rückkehr in die Unterkunft erwartete uns ein totaler Stromausfall. Das Duschen nach dem langen Tag war damit etwas abenteuerlicher als erwartet, sorgte aber auch für eine besondere Erinnerung im Team.

Hauptstadt erleben

Der nun spielfreie Freitag stand im Zeichen von Begegnung und Kultur. Nach dem Frühstück hatten wir etwas Freizeit am Alexanderplatz. Ein besonderes Highlight wartete zur Mittagszeit: Wir wurden im Bundestag durch den Bundestagsabgeordneten Johannes Rothenberger empfangen und besichtigten das Paul-Löbe-Haus sowie den Reichstag mit seiner beeindruckenden Glaskuppel.

Danach besuchten wir das German Spy Museum und tauchten in die Welt der Agenten und Spione ein. Auf dem Weg dorthin erlebten wir die besondere Atmosphäre einer Demonstration rund um das Brandenburger Tor. Am Nachmittag verbrachten wir Zeit in der Mall of Berlin und stärkten uns beim gemeinsamen Abendessen für die feierliche Abschlussveranstaltung samt Siegerehrung in der Max-Schmeling-Halle, einem unvergesslichen Moment für alle Teams. Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück traten wir die Heimreise an.

Fazit

Das Bundesfinale in Berlin war für uns als Team des Schiller-Gymnasiums eine außergewöhnliche Reise. Wir haben uns auf dem höchsten schulischen Niveau mit anderen Teams gemessen, wertvolle sportliche Erfahrungen gesammelt und sind als Mannschaft noch enger zusammengewachsen. Auch abseits des Spielfelds konnten wir viel erleben und die Hauptstadt aus verschiedenen Perspektiven kennenlernen.

Wir sind stolz darauf, Baden-Württemberg beim Bundesfinale vertreten zu haben, und nehmen aus dieser Woche nicht nur sportliche Erkenntnisse mit, sondern auch viele besondere Momente und neue Motivation für kommende Herausforderungen.

(Zoe Rudolf und Naya Letsch)