(Youtube-Video im Artikel)

Der Tag begann für die Teilnehmer des Schiller by the sea-Projekts morgens um 04:30. Nach einer Schulübernachtung verluden Luisa Sauerbrey, Martin Eitel, Celina Paepke und Max Mandel den Schiller-Tauchroboter, um zum Bodensee aufzubrechen.


Mission: Das Limnologische Institut Konstanz auf einer Forschungsreise über den Bodensee begleiten und das Setzen von Unterwassertrichter, sog. funnel mit unserem Roboter dokumentieren.

Die Wetterbedingungen waren „mäßig“, Dauerregen bei 5 bis 14°C waren ganztägig angesagt. Um 08:00 konnten wir im Hafen Konstanz das Equipment nach überraschend langer, weil verkehrsreicher, Anfahrt, auf des Forschungschiff Lauterborn verladen.

Gut war die Laune trotzdem, wir wurden von Arbeitsgruppenleiter Prof. Dr. Peeters, und Tauchleiter Martin Mainberger herzlich empfangen und dem Team vorgestellt. Dazu gehörte auch Ben aus Cambridge, der ein besonderes Highlight bei sich trug: Ein Hydrophon, mit dem die Anzahl und Größe vom Seeboden aufsteigender Methanblasen hydroakustisch vermessen werden.

Forschungsschiff des Limnologischen Instituts Konstanz

Auf der zwei Stunden dauernden Fahrt, konnten uns Martin Mainberger etwas genauer über den Beruf des Forschungstauchers und informieren.

Links das Taucherteam, daneben eine frierende Lehrkraft und das Unterwasser-Roboterteam der Makerspace-AG. Ganz rechts ein weiterer Forschungstaucher.

Dann war der Zielort erreicht: Verschiedene Bereiche vor der Rheinmündung, in denen verstärkt Methanblasen vom Grund des Bodensees aufsteigen.

Während das Team des Limnologischen Instituts sich mit dem Beiboot bereitmachte, die mit Trichtern versehenen Aufstiegsschlote zu positionieren, haben wir unseren Unterwasserroboter bereitgemacht.
Anschließend ging es mit dem Beiboot über und mit dem Roboter unter Wasser weiter.

Die Aufnahmen des Roboters sind vielversprechend, vor allem die Sicht stimmte uns in Hinsicht für unser weiteres Forschungsvorhaben, eine Stereoskopiekamera zu tauchen und die Größe der Methanblasen zu vermessen, zuversichtlich. Wie im Video zu sehen, konnten wir nicht nur das Setzen der Messgereäte beobachten, sondern auch, wie die ersten Methanblasen erfasst wurden.

Verladen des ROVs ins Beiboot. Rechts in der grünen Jacke: Prof. Dr. Frank Peeters, in der Mitte des Bildes, die Doktorandin Ramona Ragg


Rechts im Bild Martin Eitel, Erbauer des ROV und unser Chief Operator
Luisa Sauerbrey vor trübem Hintergrund

Nachdem nach 2 Stunden Operationszeit beide Akkus erschöpft waren, konnten wir den Roboter sicher wieder ins Trockene holen.

ROV nach 2 Stunden Einsatz

Auf der Rückfahrt gab es einen interkulturellen Kartenspielvarianten-Austausch mit Ben, bevor das Forschungsschiff pünktlich um 18:00 wieder in Konstanz angelegt hat.

Ankunft!

Um 21:00 sind wir, müde aber glücklich wieder am Makerspace des Schiller-Gymnasiums angekommen.

Vielen Dank an alle Beteiligten, vor allem an Hr. Peeters und Fr. Ragg für die Möglichkeiten, beim Aufbau der Messgeräte dabei sein zu dürfen!